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Presseerklärung vom 6.12.2004, Temelin arbeitet im vollen Betriebsregime, trotzdem kommt es zu Störfällen |
Presseerklärung vom 6.12.2004
Temelin arbeitet im vollen Betriebsregime, trotzdem kommt es zu Störfällen
Am Samstag kam es im AKW Temelin erneut zu einem Störfall - angeblich, laut der Nachricht von CDEZ, wurde der Betrieb der Turbospeisepumpe im sekundären Kreislauf FALSCH ausgewertet und dadurch kam es zur Verringerung der Leistung im ersten Block auf 38%.
Zu einer sehr kurzen Verringerung (1-2 Sekunden) der Drehungen der Turbospeisepumpe ist es jedoch tatsächlich gekommen, das Limitationssystem hat mit der Leistungsverringerung reagiert - also unserer Meinung nach ganz RICHTIG. Weder die Öffentlichkeit, noch die Störfallkommission in Temelin werden jedoch feststellen, was genau die Ursache dieses kurzfristigen Ausfalles war.
Der erste Block des Kraftwerkes wurde im Oktober für zwei Wochen wegen Problemen mit der Kühlung im Atomteil abgestellt. Probleme mit den Turbospeisepumpen, mit Sensoren oder mit der Software kommen jedoch in Temelin wiederholt vor - siehe unten - Überblick der Störfälle in Temelin für den letzten Zeitraum.
Im Oktober erhielt jedoch das AKW Temelin die Bewilligung zum Übergang zum sgn. vollen Betriebsregime.
Wie es sich jetzt zeigte, kommt es zu Störfällen auch in diesem Regime. Das verteuert den Betrieb des AKW Temelin und die fortschreitenden Störfällen weisen darauf hin, dass Temelin eine Anlage ist, die hoch störanfällig ist und die keine Bewilligung zum vollen Betriebsregime erhalten sollte.
Dana Kuchtova, 603 516 711
Pavel Vlcek, 777 006 241
11.8.2004 - 1.Block - falsche Funktion des Sensoren und danach folgende Abstellung der Turbine
26.8.2004 - 1.Block - Undichtheit im Kühlsystem des Generator
14.9.2004 - 1.Block - Reaktorabstellung aus Grund eines zu niedrigen Spiegels im Hauptkondensator
20.9.2004 - 1.Block - Probleme mit der Generatorkühlung stellten den ersten Block ab, der Block war zwei Wochen lang ausser Betrieb
7.10.2004 - 1.Block - Nach dem Reaktorstart war es notwendig, den ersten Block erneut kurzfristig wegen nachträglichen Verbesserungen im Kühlsystem abzuschalten
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